documenta14 III: Bernstein

Im Taxi fuhren sie durch das nächtliche Kassel zurück zum Hotel.  Das trübe Regenwetter war von einer kräftigen Brise abgelöst worden, und durch die schnell am Himmel treibenden Wolkenfetzen beleuchtete der Vollmond eine Szenerie wie aus einem deutschen Nachkriegsfilm. – Seltsamer Typ, dein Freund Enrique. – Nicht seltsam, interessant. Er lebt in seiner eigenen Welt.… Weiterlesen documenta14 III: Bernstein

I/6 Distanzierte Nähe 1

Über dem Viertel lag drückende Schwüle. Rechts des Ostertorsteinwegs zogen bereits dunkle Gewitterwolken auf. Die Luft roch nach Stadt, nach Hitze und Gewitter. Endi assoziierte sofort den Geruch des Todes, den er in Düsseldorf gerochen hatte. Automatisch begann er tiefer und schneller zu Atmen um den Riechschleimhäuten im Geruchszentrum seiner Nasenhöhle möglichst große Mengen von… Weiterlesen I/6 Distanzierte Nähe 1

I/6 Düsseldorf I: Ankunft

Als Endi auf die Autobahn auffuhr, begann es zu regnen. Endi hatte sich für die Fahrt Airs „Talkie Walkie“ auf dem USB-Stick zurechtgelegt. Er blieb beim magischen „Mike Mills“ hängen und hörte es schließlich bis Oberhausen in Endlos-Schleife. Das Stück befriedigt seine alte Begeisterung für barocke Anleihen in Pop Songs. Mike Mills funktioniert sozusagen spiegelbildlich… Weiterlesen I/6 Düsseldorf I: Ankunft

I/6 Düsseldorf II: Zests Villa

Als Endi und Zest das Klee’s verließen regnete es immer noch. Standesgemäß hatte Zest seinen Aston Martin direkt vor dem Restaurant im Halteverbot abgestellt. Er hätte vermutlich auch kein Strafmandat erhalten, wenn der Ordnungsdienst das Auto gesehen hätte. Normalerweise gingen Endi demonstrativ zur Schau gestellte – und in Anspruch genommene – Privilegien gegen den Strich,… Weiterlesen I/6 Düsseldorf II: Zests Villa